Happy Birthday Fernsehturm - 40. Geburtstag

Der Berliner Fernsehturm wurde am 3. Oktober 40 Jahre alt

04.10.2009 Sven Fauth

Das mit 368 Metern höchste Gebäude der Bundesrepublik Deutschland feierte zum Tag der deutschen Einheit seinen vierzigsten Geburtstag.

Das mit 368m größte Prestigeobjekt der DDR feierte zum Tag der deutschen Einheit seinen vierzigsten Geburtstag. Jährlich besuchen 1,2 Millionen Besucher das höchste öffentlich zugängliche Gebäude Europas und können wahlweise von der Panoramaplattform auf 203m oder dem Restaurant in 207m einen bei gutem Wetter unvergleichlichen Blick über Berlin genießen. Die beiden Aufzüge befördern den Besucher in etwa 40 Sekunden zur 360 Grad Panoramaetage von dort führt eine Treppe zum Restaurant, welches innerhalb einer Stunde zwei Umdrehungen vollführt, so daß der Besucher bequem an seinem Tisch ganz Berlin erblicken kann.

Der "Telespargel" schmeckt nicht allen Berlinern

Der Fernsehturm, der von den Berlinern entgegen der weit verbreiteten Ansicht nicht „Telespargel“ genannt wird, ist Deutschlands höchstes Bauwerk und wurde am 3.Oktober 1969 nach über 4-jähriger Bauzeit von Walter Ulbricht eingeweiht und am 7. Oktober, dem zwanzigsten Jahrestag der DDR Gründung eröffnet.

Aufgrund eines Antennenumbaus ragt der Fernsehturm seit 1997 genau 368,03m statt der ursprünglichen 365m in den Berliner Himmel. Wenn die Kugel des Fernsehturms von der Sonne angestrahlt wird, ergibt sich als Reflexion ein Kreuz, was den damaligen Machthabern nicht unbedingt gefallen haben soll.

Aber auch längst nicht alle Berliner können sich mit dem Fernsehturm anfreunden und sogar Überlegungen, ihn abzureißen sollen im Raum gestanden haben. Mittlerweile ist der Fernsehturm ein Besuchermagnet und eines der vielen Wahrzeichen Berlins.

Technik vom Feinsten

Der Fernsehturm hat aber außer seiner touristischen Funktion auch noch eine nicht minder wichtige Aufgabe: Vom Fernsehturm werden derzeit 17 verschieden Rundfunkprogramme des analogen Radios sowie „Digitales Radio“ (DAB), „Digitales Mobiles Fernsehen“ (DMF) und „Digitales Fernsehen“ (DVB-T) ausgestrahlt. Insgesamt werden über die verschiedenen Antennen des Fernsehturms mehr als 60 Radio- und Fernsehprogramme gesendet.

Der Fernsehturm hat viele Väter

Der ursprüngliche Entwurf vom DDR-Architekten Hermann Henselmann wurde vom Sputnik- Satelliten inspiriert, der ein paar Jahre zuvor den Westen durch ein paar Piepser in Angst und Schrecken versetzte.

Der Entwurf wurde daraufhin vom Planungsbüro des VEB Industrieprojektierung überarbeitet. Auch Gerhard Kosel, damaliger Präsident der Bauakademie, nahm an der Planung und Gestaltung teil. Von ihm stammte der Vorschlag Gold als Farbe für die Kugel zu verwenden. Silber steht dem Fernsehturm aber bedeutend besser zu Gesicht.

Ausblick

Sollten der Alexanderplatz und das Umfeld weiterhin modernisiert und aufgewertet werden, wird der Fernsehturm seine solitäre Stellung wohl auch aufgrund seiner den 60er Jahren verhafteten Architektur behalten. Nächstes Jahr im Oktober wird der Fernsehturm älter werden als die DDR und sein halbes Leben als „Wessi“ verbracht haben.

Der Fernsehturm ist somit auch ein Wahrzeichen des geeinten Berlins.

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